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Die Spielerinnen der SV Calau haben bei den norddeutschen Mannschafts-Meisterschaften
den achten Platz belegt. Das Team lag damit im Rahmen seiner Möglichkeiten.
Die Calauerinnen kehrten dennoch voller Begeisterung und erhobenen Hauptes
aus Quedlinburg zurück.
Der Mannschaftsmeister von Brandenburg ging in der Bodelandhalle als Außenseiter
in den Wettbewerb. In der Vorrunde trafen die Gäste zuerst auf den
TTC Blau-Gold Berlin. Trotz eines guten Starts gelang letztlich nur Stefanie
Weiß ein Spielgewinn, sodass am Ende eine 1:6-Niederlage zu Buche
stand. Gegen die Gastgeberinnen von Eintracht Quedlinburg, die als Titelverteidiger
antraten, hieß es am Ende 0:6 - das war schon bitter. Dennoch rappelten
sich die Calauer Mädchen im dritten Vorrundenspiel gegen den TV Jahn
Rehburg (Niedersachsen) wieder auf und lieferten ein beherztes Match.
Nach dem Doppelerfolg durch Christin und Stefanie Weiß stand es
zunächst 1:1. Im Spitzenpaarkreuz war es für Rosalie-Wincenta
Kahle und Christin Weiß aber mächtig schwer, um zu punkten.
Dafür trumpfte erneut Stefanie Weiß auf, die einen 0:2-Rückstand
aufholte und noch mit 3:2 gewann. Beinahe wäre dies auch Isabell
Muelbredt gelungen, die knapp mit 1:3 unterlag. So ging die Partie mit
6:2 an Rehburg.
Am zweiten Tag folgte gegen die WSG Kellinghusen/Wrist (Schleswig-Holstein)
ein ernüchterndes 0:6. "Das war sehr hart, denn wir haben hier
gut mitgespielt, aber eben nicht mehr", kommentierte Betreuer und
Co-Trainer Stefan Bräuer dieses Ergebnis. In der abschließenden
Begegnung gegen Aufbau Parchim aus Mecklenburg-Vorpommern krempelten die
Calauerinnen erneut die Ärmel hoch. Sie lieferten packende Spiele
in den Eröffnungsdoppeln. Rosalie-Wincenta Kahle und Isabell Muelbredt
schafften mit einem überraschenden 3:1-Erfolg gegen das Parchimer
Spitzenpaar den Führungspunkt. Christin und Stefanie Weiß unterlagen
dagegen unglücklich im Entscheidungssatz. In den Einzeln entwickelten
sich gute Spiele. Die Calauerinnen waren jederzeit mit ihren Kontrahentinnen
auf Augenhöhe. Doch am Ende fehlte ihnen die Cleverness. Stefanie
Weiß gelang der zweite Punktgewinn und damit noch ein bisschen Hoffnung.
Doch dann war die Luft raus, den Calauer Mädchen langsam die Kräfte
schwanden. "Wir haben leider viel zu selten die Chance, uns mit solchen
Mannschaften auf dieser Ebene zu messen", stellte Christin Weiß
fest und legte nach: "Wir müssen zusehen, dass wir solche Vergleiche
organisieren, weil wir in der Lausitz der einzige Verein mit Mädchen-Mannschaften
sind."
Betreuer Stefan Bräuer war trotz des achten Platzes nicht enttäuscht.
"Die Ergebnisse sind manchmal brutal und sagen nicht immer, wie unsere
Mädels tatsächlich gekämpft haben. Für ihre Verhältnisse
haben sie gute Leistungen gezeigt. Mehr geht im Moment nicht."
Norddeutsche Meister wurden die Hamburgerinnen vom TuS Germania Schnelsen
vor dem TTC Blau-Gold Berlin.
Stephan Uhlig (Stu)

Die Calauerinnen Isabell Muelbredt und Rosalie-Wincenta Kahle (r.) konzentrieren
sich
auf den Aufschlag ihrer Berliner Gegnerinnen. Foto: St. Uhlig
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