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Tischtennis
07.06.09


Calauer Tischtennis-Mädchen bei Nord-DM auf achten Platz

Tolles Erlebnis für junge Mannschaft in Quedlinburg


Die Spielerinnen der SV Calau haben bei den norddeutschen Mannschafts-Meisterschaften den achten Platz belegt. Das Team lag damit im Rahmen seiner Möglichkeiten. Die Calauerinnen kehrten dennoch voller Begeisterung und erhobenen Hauptes aus Quedlinburg zurück.
Der Mannschaftsmeister von Brandenburg ging in der Bodelandhalle als Außenseiter in den Wettbewerb. In der Vorrunde trafen die Gäste zuerst auf den TTC Blau-Gold Berlin. Trotz eines guten Starts gelang letztlich nur Stefanie Weiß ein Spielgewinn, sodass am Ende eine 1:6-Niederlage zu Buche stand. Gegen die Gastgeberinnen von Eintracht Quedlinburg, die als Titelverteidiger antraten, hieß es am Ende 0:6 - das war schon bitter. Dennoch rappelten sich die Calauer Mädchen im dritten Vorrundenspiel gegen den TV Jahn Rehburg (Niedersachsen) wieder auf und lieferten ein beherztes Match. Nach dem Doppelerfolg durch Christin und Stefanie Weiß stand es zunächst 1:1. Im Spitzenpaarkreuz war es für Rosalie-Wincenta Kahle und Christin Weiß aber mächtig schwer, um zu punkten. Dafür trumpfte erneut Stefanie Weiß auf, die einen 0:2-Rückstand aufholte und noch mit 3:2 gewann. Beinahe wäre dies auch Isabell Muelbredt gelungen, die knapp mit 1:3 unterlag. So ging die Partie mit 6:2 an Rehburg.
Am zweiten Tag folgte gegen die WSG Kellinghusen/Wrist (Schleswig-Holstein) ein ernüchterndes 0:6. "Das war sehr hart, denn wir haben hier gut mitgespielt, aber eben nicht mehr", kommentierte Betreuer und Co-Trainer Stefan Bräuer dieses Ergebnis. In der abschließenden Begegnung gegen Aufbau Parchim aus Mecklenburg-Vorpommern krempelten die Calauerinnen erneut die Ärmel hoch. Sie lieferten packende Spiele in den Eröffnungsdoppeln. Rosalie-Wincenta Kahle und Isabell Muelbredt schafften mit einem überraschenden 3:1-Erfolg gegen das Parchimer Spitzenpaar den Führungspunkt. Christin und Stefanie Weiß unterlagen dagegen unglücklich im Entscheidungssatz. In den Einzeln entwickelten sich gute Spiele. Die Calauerinnen waren jederzeit mit ihren Kontrahentinnen auf Augenhöhe. Doch am Ende fehlte ihnen die Cleverness. Stefanie Weiß gelang der zweite Punktgewinn und damit noch ein bisschen Hoffnung. Doch dann war die Luft raus, den Calauer Mädchen langsam die Kräfte schwanden. "Wir haben leider viel zu selten die Chance, uns mit solchen Mannschaften auf dieser Ebene zu messen", stellte Christin Weiß fest und legte nach: "Wir müssen zusehen, dass wir solche Vergleiche organisieren, weil wir in der Lausitz der einzige Verein mit Mädchen-Mannschaften sind."
Betreuer Stefan Bräuer war trotz des achten Platzes nicht enttäuscht. "Die Ergebnisse sind manchmal brutal und sagen nicht immer, wie unsere Mädels tatsächlich gekämpft haben. Für ihre Verhältnisse haben sie gute Leistungen gezeigt. Mehr geht im Moment nicht."
Norddeutsche Meister wurden die Hamburgerinnen vom TuS Germania Schnelsen vor dem TTC Blau-Gold Berlin.
Stephan Uhlig (Stu)



Die Calauerinnen Isabell Muelbredt und Rosalie-Wincenta Kahle (r.) konzentrieren sich
auf den Aufschlag ihrer Berliner Gegnerinnen. Foto: St. Uhlig


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